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	<title>Schloss Rossatz Wachau</title>
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	<description>Informationen zum Schloss Rossatz in Niederösterreich/Wachau.</description>
	<pubDate>Thu, 09 Aug 2007 16:02:34 +0000</pubDate>
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		<title>Schloss Rossatz</title>
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		<pubDate>Thu, 09 Aug 2007 16:02:34 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Das Ortsbild der Marktgemeinde Rossatz ist durch ein Geb&#228;ude ganz besonders gepr&#228;gt, das sich inmitten des Ortes befindet und den gr&#246;&#223;ten Profanbau des Ortes darstellt: Schloss Rossatz. 
Dieses Schloss war urspr&#252;nglich Wohnsitz der Herrschaftsfamilie und Obrigkeit. Heute  ist es Eigentum und Sitz der Agrargemeinschaft Rossatz. 
Viele verschiedene Faktoren und Begebenheiten  haben im Laufe seiner langen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal"><span lang="DE">Das Ortsbild der Marktgemeinde Rossatz ist durch ein Geb&#228;ude ganz besonders gepr&#228;gt, das sich inmitten des Ortes befindet und den gr&#246;&#223;ten Profanbau des Ortes darstellt: Schloss Rossatz. </span></p>
<p class="MsoNormal"><span lang="DE">Dieses Schloss war urspr&#252;nglich Wohnsitz der Herrschaftsfamilie und Obrigkeit. Heute<span>  </span>ist es Eigentum und Sitz der Agrargemeinschaft Rossatz. </span></p>
<p class="MsoNormal"><span lang="DE">Viele verschiedene Faktoren und Begebenheiten<span>  </span>haben im Laufe seiner langen Geschichte das Schloss in seiner Art und Gestalt ver&#228;ndert und gepr&#228;gt. </span></p>
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		<title>Entstehung des Schlosses</title>
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		<pubDate>Thu, 09 Aug 2007 15:59:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Bereits im 9.Jh. schenkte der fr&#228;nkische K&#246;nig  das Gebiet von Rossatz dem bayrischen Benediktinerstift Metten, ein damaliges Reichskloster, dessen V&#246;gte dann im 11.Jh. &#252;ber das Stift als Eigenkloster verf&#252;gten. Die V&#246;gte zogen also die Herrschaftsinhabung des Klosters an sich und beschr&#228;nkten sich auf die Bewirtschaftung der Eigeng&#252;ter.  Die Herrschaftsgerechtsame &#252;ber den Rossatzer Besitz konnten die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal"><span lang="DE">Bereits im 9.Jh. schenkte der fr&#228;nkische K&#246;nig<span>  </span>das Gebiet von Rossatz dem bayrischen Benediktinerstift Metten, ein damaliges Reichskloster, dessen V&#246;gte dann im 11.Jh. &#252;ber das Stift als Eigenkloster verf&#252;gten. Die V&#246;gte zogen also die Herrschaftsinhabung des Klosters an sich und beschr&#228;nkten sich auf die Bewirtschaftung der Eigeng&#252;ter.<span>  </span>Die Herrschaftsgerechtsame &#252;ber den Rossatzer Besitz konnten die V&#246;gte jedoch nicht lange bei sich behalten, sondern verteilten sie als Lehen an Adelsfamilien. Diese Vergaben wurden dann von den Habsburgern fortgesetzt. </span></p>
<p class="MsoNormal"><span lang="DE">Die r&#228;umliche Ausdehnung des Rossatzer Gebietes im 13. Jh. erstreckte sich in einem Ausma&#223; von rund 15 km², wovon heute noch cirka 80% aus Wald und Auland bestehen. Aufgrund der geringen Fl&#228;che und aufgrund der bevorzugten Rechtsstellung der Rossatzer Untertanen, die sich durch sehr geringe Abgaben auszeichnete, konnte ein Aufbau einer gr&#246;&#223;eren Herrschaft nicht gelingen. Die Ursache daf&#252;r liegt in einem unzureichenden Ausma&#223; an Eigengr&#252;nden. Aus diesem Grund mussten die Herrschenden jede M&#246;glichkeit zur Einkunftssteigerung nutzen und verzichteten dabei nicht auf eine Steigerung der Untertanenlasten, was zu einem st&#228;ndigen Spannungsverh&#228;ltnis f&#252;hrte. Au&#223;erdem musste sich die Rossatzer Herrschaft mit den benachbarten Herrscherfamilien verb&#252;nden, etwa mit D&#252;rnstein, Hohenegg, Ottenstein am Kamp und zuletzt Mautern. Jene Herrschaftsinhaber hielten sich aber nur zur Jagd und zur Weinlese und deren &#220;berwachung auf Schloss Rossatz auf. Augrund dieser Umst&#228;nde hielt sich die Ausstattung des Schlosses Rossatz als Herrschaftssitz eher bescheiden. </span></p>
<p class="MsoNormal"><span lang="DE">Im 13. und 14. Jh. unter der Herrschaft der Kuenringern sollten mehrere Ma&#223;nahmen erfolgen, um die Herrschaft in Rossatz zu festigen. Der Ort wurde im Bereich des Marktes ausgebaut, der Kirchenplatz wurde gebaut und auch das Herrschaftsgeb&#228;ude sollte errichtet werden. </span></p>
<p class="MsoNormal"><span lang="DE">Im 16. Jh. entwickelte sich das Schloss Rossatz dann zum einzigen nieder&#246;sterreichischen Landsitz der Familien Geymann und Lamberg und war f&#252;r den Unterhalt der Herrschaftsinhaber zust&#228;ndig. Dar&#252;ber hinaus &#252;bernahm Rossatz die Versorgung der st&#228;dtischen Hofhaltung Wiens mit Lebensmittel, Wein und Brennholz. So erfolgte in diesem Zeitabschnitt auch eine dem Adel w&#252;rdigere<span>  </span>Ausstattung des Schlosses.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span lang="DE">Die Herrschaftsertr&#228;ge von Rossatz sollten jedoch nie ausreichen, um den Anspr&#252;chen einer hochadeligen Hofhaltung zu gen&#252;gen, was zu hohen Verschuldungen, Verpf&#228;ndungen Zwangsverwaltungen und Konkursen f&#252;hrte. So ersteigerte 1768 Probst Dominikus des Chorherrenstiftes D&#252;rrnstein die Herrschaft, was aber nicht bedeutete, dass Rossatz wieder in geistlichen Besitz gelangen sollte. Die damalige Hofresolution untersagte eine Vermehrung von kirchlichen G&#252;tern. So wurde die Herrschaft dem Grafen Sch&#246;nborn-Puchheim zugesprochen, der sich bereits einen Herrschaftskomplex rund um Rossatz erkauft hatte und die Verwaltung des Schlosses nach Mautern verlegte. So war das Rossatzer Schlossgeb&#228;ude funktionslos und<span>  </span>wurde bis heute baulich nicht mehr ver&#228;ndert.</span></p>
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		<title>Baugeschichte</title>
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		<pubDate>Thu, 09 Aug 2007 15:58:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[&#220;ber die Errichtung des Schlosses im Mittelalter sind keine direkten Quellen vorhanden, Beschreibungen aus dem 16.-18. Jahrhundert geben jedoch Hinweise auf fr&#252;here Bausphasen. Es wurden keinerlei bildliche Darstellungen oder Bauinschriften am Schloss selbst gefunden, so kann nur anhand der Bauelemente und Dekorformen eine Zuordnung zu den jeweiligen Baustilen getroffen werden. Ebenfalls aufschlussreich ist auch die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal"><span lang="DE">&#220;ber die Errichtung des Schlosses im Mittelalter sind keine direkten Quellen vorhanden, Beschreibungen aus dem 16.-18. Jahrhundert geben jedoch Hinweise auf fr&#252;here Bausphasen. Es wurden keinerlei bildliche Darstellungen oder Bauinschriften am Schloss selbst gefunden, so kann nur anhand der Bauelemente und Dekorformen eine Zuordnung zu den jeweiligen Baustilen getroffen werden. Ebenfalls aufschlussreich ist auch die Lage der Bauparzelle im Ort sowie deren Form. Ein wesentliches Merkmal eines adeligen Besitzes ist die Wehrhaftigkeit, was in Rossatz ein Problem darstellte, da hier die Voraussetzungen f&#252;r die Errichtung einer Burg fehlten. Neuzeitliche Texte berichten jedoch h&#228;ufig von einem „Turm“, der das Schlossdach &#252;berragte und mit einer Uhr geziert war. Dieser Turm soll sich &#252;ber dem Haupteingangstor oder in der Nordwest-Ecke befunden haben. Bedeutende Mauerst&#228;rken sowie erhaltene Gew&#246;lbeformen sprechen f&#252;r diese Vermutungen.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span lang="DE">Die sp&#228;tmittelalterliche Entstehungszeit des Schlosses bezeugt das gotische Zwickelmauerwerk. Die Art des Mauerwerks spricht daf&#252;r, dass das Geb&#228;ude im Mittelalter ein Obergeschoss aufwies und so die einst&#246;ckigen Geh&#246;fte der Untertanen &#252;berragte.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span lang="DE"><span> </span>Die bescheidene Gesamtbreite der Bauparzelle von Rossatz, die etwa<span>  </span>dem Doppelten eines Hauergeh&#246;fts entsprach, spricht f&#252;r die bescheidenen Anf&#228;nge der Herrschaft. Nur der Erwerb von angrenzenden Anwesen erm&#246;glichte eine Vergr&#246;&#223;erung des Herrschaftssitzes.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span lang="DE">Die Anf&#228;nge der Neuzeit brachten eine gro&#223;e Wende in der Gestaltung der adeligen Sitze. Die Burgen wurden mit entweder modernen Bastionen ausger&#252;stet um sich gegen Feuerwaffen zu sch&#252;tzen, oder sie verloren als Wehrbauten g&#228;nzlich ihre Bedeutung und wurden als Schl&#246;sser der Renaissance entsprechend umgebaut. Auch aus Rossatz entwickelte sich ein Schlossbau. 1552 wird erstmals das so genannte „Herrenhaus“ genannt, 1580<span>  </span>der „Keller, Presse, Stadel, St&#228;lle, G&#228;rtel“. Auch der Renaissance-Arkadenbau wurde in dieser Zeit erstmals erw&#228;hnt. </span></p>
<p class="MsoNormal"><span lang="DE">Im 16. Jh. erfolgte <span> </span>durch Hans Christoph von Geymann der Umbau von Rossatz zu einem Renaissanceschloss. Der Nordtrakt wurde nach Osten erweitert, das Untergeschoss des Geb&#228;udes erhob sich auf einer Balustrade toskanischer S&#228;ulen, verbunden durch einen Rundbogen und Kreuzgradgew&#246;lbe. Au&#223;erdem wurde der Arkadengang mit Malereien verziert. Dadurch sollte der Wohnbereich der Herrschaftsfamilie hervorgehoben werden, wof&#252;r zus&#228;tzlich die Tram- und Gew&#246;lbedecken, die Steinrahmungen der Fenster, das steingerahmte Rundbogentor sprechen.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span lang="DE">Aufgrund eines Gro&#223;brandes im Jahre 1626 musste das Dach des Schlosses neu errichtet werden. Eine Beschreibung aus dem Jahr 1657 schildert erstmals ein genaueres Bild des Schlosses, welches hier als herrschaftliche Wohnst&#228;tte und Gutsverwaltung beschrieben wird. Es sollte sich nur durch Gr&#246;&#223;e und entsprechender Luxuseinrichtungen von den Geb&#228;uden der Untertanen unterscheiden.<span>  </span></span></p>
<p class="MsoNormal"><span lang="DE">1675/76 wurde ein gro&#223;er Speicher errichtet, wodurch das Wirtschaftsgeb&#228;ude umgruppiert werden musste und infolge dessen eine Generalsanierung des Schlosses durchgef&#252;hrt wurde. Das Dach wurde neu gedeckt, die Fassade verputzt und anstelle des Gesimses wurde eine ornamentierte Stuckleiste angebracht. Mit der Herrschaft von Franz Sigmund von Lamberg folgte der n&#228;chste Umbau, welcher dem Schloss das bis heute w&#228;hrende Aussehen verlieh. Es wurde<span>  </span>ein zweites Stockwerk in Ziegelbauweise aufgesetzt, welches mit einer Holzbalustradenkonstruktion &#252;ber den Hofarkaden errichtet wurde. Au&#223;erdem wurde die Gassen- und Hofarkade in hochbarockem Stil erneuert, welche man noch heute bewundern kann, da sie erst k&#252;rzlich renoviert wurde. </span></p>
<p class="MsoNormal"><span lang="DE">Das Schloss Rossatz steht heute unter Denkmalschutz. Es ist aufgrund seiner kunsthistorisch spannenden Geschichte und seinem einzigartigen Charme mit Sicherheit<span>  </span>einen Besuch wert.<span>  </span></span></p>
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